Wellenwiderstand – Bedeutung, Berechnung und Messung
Der Wellenwiderstand Z0 (auch Wellenimpedanz oder Leitungsimpedanz genannt) beschreibt das Verhältnis von Spannung zu Strom einer sich ausbreitenden Welle auf einer Leitung und ist eine zentrale Kenngröße in der Hochfrequenztechnik.
Anders als der klassische ohmsche Widerstand oder die komplexe Impedanz ist der Wellenwiderstand eine reine Eigenschaft der Leitung selbst – bestimmt durch ihre Geometrie und das verwendete Dielektrikum. Bei Koaxialkabeln also durch Innenleiter, Außenleiter und das dazwischenliegende Material, bei Leiterbahnen auf PCBs durch Leiterbahnbreite, Kupferdicke, Substrathöhe, Substrat-Permittivität und Eigenschaften des Lötstopplacks.
Dieser Artikel erklärt die Bedeutung des Wellenwiderstands, zeigt die Berechnung sowie typische Werte für unterschiedliche Leitungstypen und geht abschließend auf die messtechnische Bestimmung per TDR ein – ein zentraler Baustein der Impedanzkontrolle, etwa bei impedanzkontrollierten Leiterplatten oder Kabelbaugruppen.

